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Die aquatischen Neophyten in Deutschland - Eine Übersicht

 
                       

Azolla filiculoides

Azolla mexicana

Cabomba caroliniana

Crassula helmsii

Egeria densa

Eichhornia crassipes

Elodea callitrichoides

Elodea canadensis

Elodea nuttallii

Hydrilla verticillata

Hydrocotyle ranunculoides

Hygrophila polysperma

Lagarosiphon major

Lemna aequinoctialis

Lemna minuta

Lemna turionifera

Ludwigia grandiflora

Myriophyllum aquaticum

Myriophyllum heterophyllum

Pistia stratiotes

Sagittaria latifolia

Sagittaria subulata

Salvinia auricualata agg.

Shinnersia rivularis

Vallisneria spiralis

 
Sagittaria latifolia Willd., Breitblättriges Pfeilkraut, Alismataceae

(Syn.: Sagittaria chinensis Pursh, Sagittaria gracilis Pursh, Sagittaria hastata Pursh, Sagittaria simplex Pursh)

Beschreibung:

Das Breitblättige Pfeilkraut ist eine bis zu 100cm große Sumpfpflanze, die der einheimischen Sagittaria sagittifolia sehr ähnlich sieht und oft mit ihr verwechselt wird. Die extrem variabel gestalteten Blätter sind in einer Rosette angeordnet. Die Blüten sind rein weiß und haben einen Durchmesser von 2,5cm, und sind damit kleiner als die Blüten der einheimischen S. sagittifolia.

Herkunft und Vorkommen weltweit:

Die Art ist in ihrer Heimat Nordamerika weit verbreitet, aber auch in Hawai, der Karibik und dem nördlichen Südamerika anzutreffen. Als Neophyt ist die Art aus Europa und Australien beschrieben.

Vorkommen in Europa:

Die Art ist aus mehreren europäischen Ländern beschrieben, so u.a. aus Polen, der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Erstnachweis in Deutschland:

Der Erstnachweis der Art in Deutschland gelang im Jahr 1952 (Casper & Krausch 1980).

Verbreitung in Deutschland:

Das Breitblättrige Pfeilkraut ist aus verschiedenen Bundesländern bekannt, es ist aber anzunehmen, daß die Verbreitung noch größer ist, da die Art leicht mit der einheimischen S. sagittifolia verwechselt werden kann.

Bevorzugte Siedlungsgewässer:

Sagittaria latifolia findet sich im Uferbereich von bevorzugt stehenden Gewässern aller Art.

Ökologie der Art:

Die emersen Pflanzen wachsen am besten bei hohen Phosphatgehalten im Boden sowie hartem Wasser, hohe Ammoniumkonzentrationen verringern jedoch das Wachstum der Pflanzen (Clarke & Baldwin 2002). Die Pflanzen sind in der Lage, auch Wasserstandsschwankungen und Wellenschlag sowie schwacher Strömung zu widerstehen.

Ausbreitung und Vermehrung:

 

Möglichkeiten des Managements:

Zum Management der Art liegen keine Infomationen vor.

Literatur:

ADOLPHI, K. (1995): Neophytische Kultur- und Anbaupflanzen als Kulturflüchtlinge des Rheinlandes. – 272 S., Martina-Galunder-Verlag, Wiehl.

Casper, S.J., Krausch, H.D. (1980): Süßwasserflora von Mitteleuropa, Pteridophyta und Anthophyta. 1. Teil, Band 23, 403 S., Gustav Fischer Verlag, Stuttgart.

Clarke, E., Baldwin, A.H. (2002): Responses of wetland plants to ammonia and water level. Ecological Engineering 18: 257-264.

Dorken, M.E. & Barrett, S.C.H. (2004): Phenotypic plasticity of vegetative and reproductive traits in monoecious and dioecious populations of Sagittaria latifolia (Alismataceae): A clonal aquatic plant. Journal of Ecology 92: 32-44

Dorken, M.E. & Barrett, S.C.H. (2004): Sex determination and the evolution of dioecy from monoecy in Sagittaria latifolia (Alismataceae). Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences 271: 213-219